Presseartikel: Toggenburger Zeitung

MÜHLRÜTI Eigentlich wurde Jeroen Heusser angefragt, ob er wieder Jurymitglied für die nächste Ausgabe des Bauernkalenders sein wolle. Am Casting sollte er als einer von fünf Juroren geeignete Kandidatinnen und Kandidaten küren. Wollte er und hat er auch. Am 19. Mai traten rund 50 Männer und Frauen auf der Jucker Farm in Seegräben ZH vor die Richter. «Wir bewerten mit einem Punktesystem. Dabei ist es wichtig, dass die Kandidaten eine angenehme und natürliche Ausstrahlung haben und fotogen sind. Im Vordergrund steht nicht der perfekte Körper, vielmehr geht es um den Ausdruck», erklärt Heusser. Und dass die Modelle einen Bezug zur Landwirtschaft haben. Der Schweizer Bauernkalender arbeitet mit Amateuren und nicht mit professionellen Models.

Kurz nach dem Casting wurde Heusser dann angefragt, ob er nicht selbst Modell sein wolle. Er würde sehr gut in die bestehende Auswahl passen, wurde ihm gesagt. «Das hat mich zuerst schon etwas erstaunt», sagt er und lacht, «mit meinen 48 Jahren bin ich ja nicht mehr im klassischen Modelalter.» Am 24. Juni war es dann so weit. Heusser reiste ins Emmental. Im Koffer eine Auswahl an eigenen Kleidern. Letztendlich brauchte er bloss eine Hose, da Männer in der Regel oben ohne abgelichtet werden. «Die Haare wurden etwas gemacht und das Gesicht leicht geschminkt», erzählt er. Damit der Oberkörper auch richtig zur Geltung kommt, wird er leicht eingeölt. «Öl mit etwas Dreck. Es soll ja so aussehen, als ob wir am Arbeiten wären», schmunzelt Heusser. Alle kriegen ein Motto, das es umzusetzen gilt. «Mein Thema war 'Zäune'. «Das passte doch bestens zu mir, denn im Zaunbau habe ich Erfahrung», sagt Heusser.

Bekannt und erkannt
Heusser nahm vor drei Jahren an der Kuppelshow «Bauern, ledig, sucht...» teil. Er suchte auf diesem Weg einen Lebenspartner. Letzten Herbst wollte er bei der RTL-Show «Bauer sucht Frau» mitmachen, ist dann allerdings quasi in letzter Minute aus der Show rausgeflogen. Allen Verkuppelungsversuchen zum Trotz hat Heusser den Mann fürs Leben immer noch nicht gefunden. «Aber auch drei Jahre nach Ausstrahlung der Sendung erkennen mich Leute auf der Strasse und sprechen mich an», sagt Heusser. Manchmal sei das zwar etwas peinlich, aber im Grossen und Ganzen freue es ihn natürlich. Gerade dieser Popularität ist es geschuldet, dass Heusser dieses Jahr zum dritten Mal in der Jury für den Bauernkalender sitzen durfte. Hansjürg Walder, der bei der Calendaria AG für den Bauernkalender zuständig ist bestätigt: «Jeroen wurde mir zuerst als Jurymitglied und dann als Kalendermodell wärmstens empfohlen.» Vom Bauernkalender gibt es sechs verschiedene Varianten. Insgesamt wird er in einer Auflage von rund 14'000 Stück produziert und auch in Deutschland vertrieben. Dort allerdings mit professionellen Models. Von allen Kalendern lasse sich der Schweizer Frauenkalender am besten verkaufen, bestätigt Walder.

Bäuerin Lea (Girls-Edition) wird 2018 neben Heusser den Kanton St. Gallen im Bauernkalender vertreten. Heussers Kalenderkollegen aus dem Erscheinungsgebiet dieser Zeitung sind die Brüder Emil und Valentin aus Tuggen.

Toggenburger Zeitung: Michel Bossart

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